Neuzugänge

Im Bild stehend, von links nach rechts: Trainer Steffen Heyer, Patrick Bloßfeld, Ronny Mewes, Mirko Schuhmann, Tobias Schwarzbach, Michael Rieck, Mathias Grübner, Simon Schmidt, (oben links: Stefan Janke)

 

Nach dem Abstieg aus der Fußball-Landesliga hat der MSV Eisleben zum großen Schlag ausgeholt. Präsident Dirk Jagla verpflichtete nach der enttäuschen Saison gleich acht neue Spieler für die künftigen Aufgaben in der Landesklasse, Staffel 4. "Das Gesicht der Mannschaft wird sich verändern, aber es wird nicht völlig geliftet", sagte Jagla. Er freut sich besonders, dass viele Ex-Eisleber Spieler wieder zurück gekehrt sind auf den städtischen Sportplatz - und dass es nur drei Abgänge gab (Gottschalk- Helbra, Breßler- Sangerhausen, Kuhnt- Stedten).

 

Gerüst der "Alten" bleibt


Zu den Zugängen zählen Ronny Mewes und Mirko Schuhmann, die zuletzt beim Verbandsligisten 1. FC Romonta Amsdorf gekickt haben, sowie Patrick Bloßfeld, der aus Halle-Ammendorf wieder nach Eisleben kommt. Trainer Steffen Heyer, der lange Jahre bei Wacker Helbra das Landesklasse-Team führte, hat zudem Torwart Michael Rieck (31 Jahre) und den 21-jährigen Simon Schmidt von dort mitgebracht. Desweiteren verstärken Tobias Schwarzbach (aus Lüttchendorf) und zwei weitere alte Bekannte- Stefan Janke (Beesenstedt) und Mathias Grübner (Wallhausen) das Team.

 

Zum Gerüst der Mannschaft gehören die "Alten" wie Philipp Baierl, der im ersten Vorbereitungsspiel gegen Edelweiß Arnstedt ein Tor erzielte, und Kapitän Christian Schlolaut. Auch Pautsch, Denk und Bienek halten dem MSV trotz des Abstiegs die Treue. "Das zeigt auch, dass bei uns das Klima im Verein stimmt", glaubt Jagla.

 

Wer am Ende zum Pokalauftakt am 13. August auflaufen wird, das wollen Trainer Heyer und sein Assistent Frank Pfefferle in den kommenden Wochen zu ergründen versuchen. "Jeder soll seine Chance bekommen", versichert der MSV-Präsident, der in dieser Hinsicht dem neuen Trainergespann voll vertraut. Ein Trainingslager wollen die Eisleber diesmal nicht absolvieren. Es wird dreimal in der Woche trainiert, dazu steht jeweils samstags ein Vorbereitungsspiel auf dem Programm.

 

Das Wort "Wiederaufstieg" will beim MSV keiner in den Mund nehmen. Kein Wunder, hatten doch die Eisleber ziemlich sang- und klanglos die Landesliga Süd verlassen müssen. Sie wurden mit 13 Pünkten weit abgeschlagen Tabellenletzter. Und sie haben zudem bei 42 geschossenen Toren sage und schreibe 123 Treffer kassiert.

 

"Die neue Mannschaft soll sich erstmal finden, wir werden sehen, was am Ende herausspringt", bleibt der Präsident mit Prognosen zurückhaltend. Dennoch hofft er, dass der Verein, der vor zwei Jahren noch dem 1. FC Magdeburg im Pokal die Stirn geboten hat, unter die ersten Fünf kommt. Man wolle allerdings nichts mit Macht erzwingen, sich keinen unnötigen Stress machen, sondern langfristig ein Team aufbauen, mit dem man auch wieder höhere Ziele anpeilen kann, umreißt Jagla die Strategie des traditionsreichen Vereins.

 

Verein setzt auf Nachwuchs


Die Verantwortlichen beim MSV bauen dabei auch auf den Nachwuchs. Schließlich haben die Mannschaften in den verschiedenen Altersklassen einige Erfolge erzielt. Die D-Jugend habe beispielsweise in der Verbandsliga eine herausragende Rolle gespielt, so Jagla. Zusammen mit Farnstädt aus dem benachbarten Saalekreis will der MSV nun wieder eine A-Jugend ins Rennen schicken. Sie soll den Grundstock für Talente bilden, die den Sprung in die erste Mannschaft schaffen können. Jagla: "Wir brauchen den eigenen Nachwuchs dringend, der ist genauso wichtig wie die Männermannschaft."